Etwas mehr als 5 Stunden dauert die Fahrt nach Fieschertal, von wo aus wir in einer guten Stunde zur Burghütte aufsteigen.
Wir haben Glück und bekommen trotz sonnigem Wochenende in der Hochsaison ein 8er-Zimmer für uns alleine. Außerdem übernachten noch einen 7-köpfige französische Familie sowie Nadine und Ben aus Zürich, so dass sogar ein Zimmer frei bleibt.

Nach einer ausgiebigen Trinkpause, dem Bewundern des oberhalb gelegenen Wannenhorns und des unter der Hütte “fliessenden” Fiescher-Gletschers genießen wir am Nachmittag zwei perfekt abgesicherte Kletterrouten mit 3 Seillängen – Sportklettern in alpinem Ambiente.

Nach dem Drei-Gänge-Menu genießen wir einen wunderbaren Abend, den Nadine, Ben und ich gegen 22.30 Uhr beschließen. Frank versackt noch bis Mitternacht mit Hüttenwirt Hubert und “Chefkoch” Koni beim mitgebrachten Rotwein und Konis selbstgebranntem Schnaps…

Hubert und Koni sind zwei echte Walliser Originale, die sich immer wieder gegenseitig ins Wort fallen, weil es so viele interessante Geschichten zu erzählen gibt
.

Am nächsten Morgen wandern wir nach einem ausgiebigen Frühstück um 8 Uhr los.

Mit Blick aufs Eggishorn …

… geht es an der Märjela Gletscherstube vorbei durch einen 1 km langen Tunnel.

Anschließend genießen wir einen schönen Blick auf den Fiescher Gletscher.

Ab der Mittelstation der Seilbahn steigen wir entlang der Sesselliftspur hoch zur Elselücke. Dort eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama auf den Aletschgletscher – mit 24 km Länge der längste Eisstrom der Alpen.

Nach einem kurzen Stück auf dem Grat geht es zum Einstieg des Klettersteigs “Eggishorn”, den Hubert mit seinem Sohn Ivan vorbildlich eingerichtet hat.
Beim Anseilen fallen mir die intensiv blauen Enzian-Blüten auf, die ringsherum blühen …

Recht bald gibt es die erste luftige Hängebrücke zu überwinden.

Über unzählige Eisenstifte quert man durch die Felswand.

Eine 40 m lange Drei-Seilbrücke stellt das wackelige Highlight dar. Man kann sie allerdings auch umgehen, was ich vorgezogen habe …
. Auf diese Weise konnte ich ein paar spektakuläre Aufnahmen von Frank machen (Fotos sind Links zu Youtube-Videos).
Über viele senkrechte Leitern geht es über den Adlersitz, vorbei am Adlerturm zum Ziel – der Gipfelstation der Seilbahn.

Während sich der Himmel zuzieht besteigen wir über den breiten, fast gepflastert wirkenden Weg noch schnell den Gipfel des Eggishorn.


Begleitet von grollendem Donner und ersten Regentropfen steigen wir ab.

Glücklicherweise verziehen sich die Gewitter bald und so erreichen wir bei leichtem Regen gegen 15.45 Uhr wieder sicher die Burghütte.

Koni begrüßt uns mit einem Stück von Huberts leckerem selbstgemachten Apfelkuchen.
Heute sind wir die einzigen Gäste und so gibt es ein superleckeres selbstgemachtes Schweizer Käsefondue zum Nachtessen.

Das Radio in der Küche spielt dazu zünftige Volksmusik, die Koni mit zwei Esslöffeln gekonnt begleitet.
Mit den 7 – 8 Seillängen der Chämifäger-Route lassen wir am Montag das tolle Wochenende ausklingen.









































































































































































